Publikation: Was bleibt? Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel. Historische Stadttouren

Fürstenberg/Havel war lange Zeit eines der jüdischen Zentren in der Region. Heute sind viele Orte und Geschichten der Gemeinde vergessen. Am 9. November 1938 wurden die letzten jüdischen Bewohnerinnen Fürstenbergs angegriffen, bald darauf erklärte sich die Stadt für „judenfrei“. Um an die vielfältige jüdische Geschichte der Stadt und die Verfolgung zu erinnern, hat der Verein context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V. die Publikation „Was bleibt? Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel“ erstellt. Die 48-seitige Broschüre erinnert an die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Fürstenberg im Nationalsozialismus gleichermaßen wie an Ursprung und Entwicklung des jüdischen Lebens in der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert.

„Lange war dieses Kapitel der Stadtgeschichte aus dem öffentlichen Gedächtnis gerückt. Diese Broschüre schließt daher eine große Leerstelle“, heißt es im Vorwort von Bürgermeister Robert Philipp, der die Publikation unterstützt. „Es ist an uns, an das vielfältige jüdische Leben in der Stadt zu erinnern.“

Was ist Antisemitismus? Begriffe, Erklärungsansätze, Kontroversen: Vortrag in Templin

22.02.2020 | 14 Uhr | Templin

Jeden Tag werden in Deutschland durchschnittlich vier antisemitische Straftaten festgestellt, und die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die Mehrzahl der Täter stammt aus der rechten Szene. Jedoch ist auch aus anderen politischen Milieus immer wieder Judenfeindschaft zu vernehmen, aus dem Islamismus etwa und selbst aus der politischen Linken. Was haben diese verschiedenen Formen des Antisemitismus gemeinsam, was trennt sie? Wie können sie erklärt werden? Und was hat all das mit Israel zu tun? Eine Einführung mit context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V.

Hass auf Linke und Bürgerkriegsfantasien: Das rechte Nordkreuz-Netzwerk. Vortrag in Berlin

07.02.2020 | 20 Uhr | Berlin | Zum Gescheiterten Kollektiv/Friedrichshain

Seit im August 2017 erste Hausdurchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern bekannt wurden, gibt es immer mehr Enthüllungen über das rechte „Nordkreuz“-Netzwerk. Galt es zuerst als Forum von Preppern, wurden zunehmend rechtsterroristische Bezüge deutlich. Mitglieder sollen 25.000 Namen politischer GegnerInnen gesammelt haben, um sie im Krisenfall zu ermorden. Mit Hilfe von Polizeidaten wurden detaillierte Informationen über Einzelpersonen gesammelt. Mitglieder von Spezialeinheiten von Polizei und Bundeswehr haben illegal Tausende Schuss Munition und Waffen angehäuft. Verbindungen in andere rechte, militaristische oder Prepper-Strukturen gibt es reichlich, auch nach Brandenburg und Berlin. Es ist zu fragen, was für weitere Enthüllungen noch folgen können, wie die Politik reagiert – und auch, welche Rolle die AfD in diesem Geflecht spielt.

Stadtrundgang am 9. November und Publikation erinnern an jüdische Geschichte

"Eines Tages war auch Toni Richter aus Fürstenberg verschwunden."

Fürstenberg/Havel war lange Zeit eines der jüdischen Zentren in der Region. Heute sind viele Orte und Geschichten der Gemeinde vergessen. Am 9. November 1938 wurden die letzten jüdischen Bewohnerinnen Fürstenbergs angegriffen, bald darauf erklärte sich die Stadt für „judenfrei“. Um an die vielfältige jüdische Geschichte der Stadt und die Verfolgung zu erinnern, lädt der Verein Context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V. am 9. November 2019 zu einem Stadtrundgang ein. Die Tour beginnt um 14 Uhr am Fürstenberger Marktplatz. Gegen 16 Uhr besteht am ehemaligen jüdischen Friedhof die Möglichkeit individuell zu gedenken.

Verschwörungswahn und Gewalt. Antisemitismus und Judenfeindschaft heute: Vortrag am 9. November in Rostock

Vortag anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht

09.11.2019 | 19 Uhr | Café Median Rostock | Niklotstr. 5/6

Der rechtsterroristische Anschlag in Halle hat einmal mehr die Gewalttätigkeit offenbart, die in Antisemitismus und Rassismus steckt. Antijüdische Einstellungen sind in der extremen Rechten weit verbreitet, so sehr sie sich auch als modernisiert und als "Neue Rechte" ausgibt. Der wahnhafte Glaube an jüdische Verschwörungen und die Verantwortung von Jüdinnen und Juden für alle erdenklichen Übel ist prägend für rechte Ideologie. Allerdings ist Antisemitismus auch in anderen Milieus zu finden, etwa im Islamismus und in Teilen der politischen Linken. Verbreitet wird er auf Demonstrationen gegen Israel, in Internet-Memes oder sogar in angesehenen Tageszeitungen. Wie lässt sich Antisemitismus erkennen? Was haben die verschiedenen Formen des Ressentiments gemeinsam, was trennt sie? Ein Vortrag mit context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V.

Vorträge beim Ajuca 2019

Auch dieses Jahr sind wir wieder beim Alternativen Jugendcamp dabei!

Wir sind mit den beiden Workshops "Zwischen 'Vogelschiss' und Israelsolidarität: Rechte Angriffe auf die Erinnerung an den Nationalsozialismus" sowie "Was ist rechte Ideologie?" am Start.

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